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Prüfung der GmbH-Kapitalerhaltung – Verbot der Auszahlung des zur Erhaltung des Stammkapitals erforderlichen Vermögens § 30 GmbHG, Rückgewähranspruch § 31 GmbHG, Unterbilanz und bilanzielle Betrachtung, Cash-Pooling und Upstream-Sicherheiten, Geschäftsführerhaftung § 43 Abs. 3 GmbHG, Abgrenzung zur Insolvenzverschleppung. Use when geprüft werden soll, ob eine Leistung der GmbH an einen Gesellschafter gegen die Kapitalerhaltung verstößt.

Overview

Publisherborghei
RepositoryAI-Skills-German-Law
Skill namekapitalerhaltung
Stars
51
Forks
8
Bundled files
1
Links
  • Markdown instructions

    A SKILL.md file the model loads on demand, so it only costs tokens when a request actually matches.

  • Works with any LLM

    AI skills are plain Markdown, not provider-specific code, so this works with GPT, Claude, Gemini, Grok, or a local model.

  • 1 bundled files

    Scripts, templates, and references the model can read while it works. Files are read-only and never executed.

  • Open source

    Published by borghei on GitHub. Read the source before you install it.

Installation

Install the Kapitalerhaltung AI skill in TypingMind to use it with any LLM, or drop it into another agent that reads SKILL.md.

1

Install in TypingMind

TypingMind installs a skill straight from its GitHub folder — it reads SKILL.md, bundles the resource files, and stores the result locally.

  1. Open the app and go to Plugins → Skills.
  2. Choose "Install from GitHub".
  3. Paste the skill folder URL below and confirm.
    https://github.com/borghei/AI-Skills-German-Law/tree/main/gesellschaftsrecht/skills/kapitalerhaltung
  4. Enable the skill in any chat where you want it available.
Plugins → Skills → Add skill → From GitHub URL, then paste the folder URL and press Continue.
2

Install in another agent

Any agent that reads the Agent Skills format can use this skill — copy the folder into that agent's skills directory.

Claude Code — .claude/skills
git clone --depth 1 https://github.com/borghei/AI-Skills-German-Law.git /tmp/AI-Skills-German-Law
mkdir -p .claude/skills
cp -r /tmp/AI-Skills-German-Law/gesellschaftsrecht/skills/kapitalerhaltung .claude/skills/kapitalerhaltung
Restart Claude Code after copying so it picks up the new skill.

Use it in TypingMind

Enable Kapitalerhaltung in any TypingMind chat and the model takes it from there. Its name and description sit in the system prompt, and the moment a request matches, the model loads the full instructions itself — you never invoke it by hand, and it costs no tokens until it is actually used.

The model loads Kapitalerhaltung on its own as soon as a request matches it.

Works with any AI model

AI skills are plain Markdown instructions rather than provider-specific code, so Kapitalerhaltung is not tied to the model it was written for. Install it once in TypingMind and use it with GPT-5, Claude, Gemini, Grok, DeepSeek, Mistral, Llama, or a local model you run yourself — all on your own API keys.

  • Loaded only when it is needed

    The system prompt carries just the name and description. The instructions are fetched on the first matching request, so an idle skill costs nothing.

  • Switch models mid-chat

    Because the skill is instructions rather than code, changing model does not break it — the next model reads the same SKILL.md.

Skill instructions

This is the SKILL.md content the model loads. Read it before installing — a skill is instructions your model will follow.

/gesellschaftsrecht:kapitalerhaltung

Zweck

Die Kapitalerhaltung ist das Kernschutzsystem des GmbH-Gläubigerschutzes: Das zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen darf nicht an die Gesellschafter ausgekehrt werden. Verstöße lösen einen Rückgewähranspruch der Gesellschaft sowie eine persönliche Geschäftsführerhaftung aus. Dieser Skill prüft strukturiert, ob eine geplante oder erfolgte Leistung der GmbH an einen Gesellschafter eine verbotene Auszahlung im Sinne des § 30 GmbHG darstellt und welche Folgen daraus erwachsen.

Eingaben

  • Art und Höhe der geplanten / erfolgten Leistung an den Gesellschafter (Darlehen, Gewinnvorab, Sachzuwendung, Sicherheitenbestellung, Dienstleistung zu nicht marktüblichen Konditionen)
  • Bilanzielle Lage: Höhe des Stammkapitals, Reinvermögen (Aktiva ./. echte Passiva) vor und nach der Leistung
  • Bestellte Sicherheiten zugunsten des Gesellschafters oder einer ihm nahestehenden Person (Upstream / Cross-Stream)
  • Einbindung in einen Cash-Pool (physisches oder virtuelles Cash-Pooling, Konditionen, Rückführbarkeit)
  • Werthaltigkeit der Gegenleistung bzw. des Rückgewähranspruchs (Bonität des Gesellschafters, Besicherung, Fälligkeit)
  • Bestehen eines Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrags
  • Stand der Einlagen (volleingezahlt? offene Einlageforderung nach § 19 GmbHG?)

Sub-Agent-Architektur

Die Prüfung wird in fachlich getrennte Schritte zerlegt, die nacheinander aufeinander aufbauen. Ein erster Schritt klärt den Anwendungsbereich des § 30 GmbHG (Leistung an einen Gesellschafter in dieser Eigenschaft). Ein bilanzieller Schritt ermittelt, ob durch die Leistung eine Unterbilanz entsteht oder vertieft wird. Ein dritter Schritt bewertet die Sonderfälle Cash-Pooling und Upstream-Besicherung sowie die Vollwertigkeit eines etwaigen Gegenleistungs- oder Rückgewähranspruchs nach § 30 Abs. 1 S. 2 GmbHG. Erst danach werden Rückgewähranspruch (§ 31 GmbHG) und Geschäftsführerhaftung (§ 43 Abs. 3 GmbHG) sowie die Abgrenzung zum insolvenzrechtlichen Solvenzschutz bestimmt. Jeder Schritt liefert ein Zwischenergebnis, das der nächste übernimmt; offene Tatsachenfragen werden ausdrücklich als solche markiert, nicht unterstellt.

Ablauf

1. Anwendungsbereich § 30 GmbHG

§ 30 GmbHG verbietet die Auszahlung des zur Erhaltung des Stammkapitals erforderlichen Vermögens an die Gesellschafter. Voraussetzungen:

  • Auszahlung = jede Leistung aus dem Gesellschaftsvermögen ohne (vollwertige) Gegenleistung, auch verdeckt (überhöhte Vergütung, zinsloses Darlehen, Sicherheitenstellung, Nutzungsüberlassung).
  • Empfänger = ein Gesellschafter oder eine ihm zuzurechnende nahestehende Person; die Leistung muss an ihn in seiner Eigenschaft als Gesellschafter (causa societatis) erfolgen, nicht aus einem unabhängigen Drittgeschäft.
  • Maßgeblich ist das Mindeststammkapital von 25.000 EUR (§ 5 GmbHG) bzw. das tatsächlich übernommene, höhere Stammkapital.

2. Unterbilanz-Prüfung (bilanzielle Betrachtung)

Der Verstoß bestimmt sich nach der bilanziellen Unterbilanz: Eine verbotene Auszahlung liegt vor, wenn das nach Handelsbilanzwerten ermittelte Reinvermögen (Aktiva abzüglich echter Verbindlichkeiten) das Stammkapital nicht mehr deckt oder durch die Leistung darunter sinkt.

  • Reinvermögen ≥ Stammkapital nach der Leistung → keine Unterbilanz, Auszahlung zulässig.
  • Reinvermögen < Stammkapital → Unterbilanz; der das Stammkapital antastende Teil ist verboten.
  • Stichtagsbetrachtung: maßgeblich ist der Zeitpunkt der Leistung; eine spätere Verschlechterung ist für § 30 GmbHG grundsätzlich unbeachtlich (anders bei Vollwertigkeit, s. Schritt 3).
  • Offene Einlageforderungen nach § 19 GmbHG (noch nicht voll geleistete Stammeinlagen) bleiben als Aktivposten nur eingeschränkt ansatzfähig und verschärfen die Prüfung.

3. Sonderfälle: Cash-Pooling, Upstream-Darlehen / -Sicherheiten, Vollwertigkeit

  • Cash-Pooling: Die Abführung von Liquidität an den zentralen Pool (regelmäßig an die Muttergesellschaft als Gesellschafterin) ist eine Auszahlung i.S.d. § 30 GmbHG. Sie ist nach § 30 Abs. 1 S. 2 GmbHG unschädlich, wenn der Rückzahlungsanspruch der GmbH gegen den Poolführer vollwertig ist.
  • Upstream-Darlehen / -Sicherheiten: Ein Darlehen an den Gesellschafter oder eine zu seinen Gunsten bestellte Sicherheit ist nur zulässig, wenn der Rückgewähr- bzw. Freistellungsanspruch der GmbH vollwertig ist.
  • Vollwertigkeit (§ 30 Abs. 1 S. 2 GmbHG): Der Gegenleistungs- oder Rückgewähranspruch muss nach den Maßstäben ordentlicher kaufmännischer Beurteilung vollwertig und durchsetzbar sein (bonitätsstarker Schuldner, keine erkennbaren Ausfallrisiken). Verschlechtert sich die Bonität nachträglich erheblich, kann eine Pflicht zur Kündigung / Rückforderung entstehen; deren Unterlassen begründet einen neuen Verstoß.
  • Die Ausnahme des § 30 Abs. 1 S. 2 GmbHG gilt zudem für Leistungen aufgrund eines Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrags.

4. Rückgewähranspruch § 31 GmbHG und Verjährung

Liegt eine verbotene Auszahlung vor, greift § 31 GmbHG:

  • Rückgewähr: Der Empfänger hat das verbotswidrig Erlangte an die Gesellschaft zu erstatten (§ 31 Abs. 1 GmbHG).
  • Gutgläubiger Empfänger: Erstattung nur, soweit zur Gläubigerbefriedigung erforderlich (§ 31 Abs. 2 GmbHG).
  • Ausfallhaftung der Mitgesellschafter nach § 31 Abs. 3 GmbHG, soweit die Erstattung vom Empfänger nicht zu erlangen ist.
  • Verjährung (§ 31 Abs. 5 GmbHG): Ansprüche aus Abs. 1 in 10 Jahren, Ansprüche aus Abs. 3 in 5 Jahren, beginnend mit dem Tag nach der Auszahlung.

5. Geschäftsführerhaftung § 43 Abs. 3 GmbHG

Geschäftsführer, die entgegen § 30 GmbHG Zahlungen leisten oder eine verbotene Auszahlung veranlassen / nicht verhindern, haften der Gesellschaft nach § 43 GmbHG (Abs. 3) persönlich auf Ersatz; die Haftung tritt neben den Rückgewähranspruch gegen den Gesellschafter. Eine Weisung der Gesellschafterversammlung enthaftet insoweit nicht, als der Ersatz zur Gläubigerbefriedigung erforderlich ist (§ 43 Abs. 3 S. 3 i.V.m. § 9b Abs. 1 GmbHG).

6. Abgrenzung Solvenzschutz / Insolvenzantragspflicht

Die bilanzielle Kapitalerhaltung (§§ 30, 31 GmbHG) ist vom insolvenzrechtlichen Solvenzschutz zu trennen:

  • §§ 30, 31 GmbHG schützen das Stammkapital bilanziell und greifen unabhängig von einer Insolvenzreife.
  • Zahlungsverbote nach Eintritt von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung (§ 15b InsO) und die Insolvenzantragspflicht nach § 15a InsO knüpfen demgegenüber an die Liquiditäts- bzw. Überschuldungslage an.
  • Beide Regime können kumulativ verletzt sein; die Prüfung ist getrennt zu führen und an die gmbh-geschaeftsfuehrerhaftung zu übergeben, wenn Anhaltspunkte für Insolvenzreife bestehen.

7. Ergebnis

Zusammenführung: Liegt eine verbotene Auszahlung vor? In welcher Höhe? Wer schuldet Rückgewähr (§ 31 GmbHG) und haftet daneben der Geschäftsführer (§ 43 Abs. 3 GmbHG)? Bestehen parallel insolvenzrechtliche Risiken?

Risiken

  • Drittgeschäft vs. causa societatis verwechselt — ein zu Marktkonditionen abgeschlossenes Geschäft mit einem Gesellschafter ist keine Auszahlung; vorschnelle Bejahung des § 30 GmbHG.
  • Vollwertigkeit unterstellt — der Rückgewähranspruch bei Upstream-Darlehen oder Cash-Pooling wird ohne Bonitätsprüfung als vollwertig behandelt; spätere Verschlechterung und Kündigungspflicht übersehen.
  • Bilanzielle Betrachtung übersprungen — Verstoß bejaht, obwohl keine Unterbilanz vorliegt, oder umgekehrt eine bestehende Unterbilanz nicht erkannt.
  • Verjährung falsch berechnet — 10 Jahre (§ 31 Abs. 1) und 5 Jahre (§ 31 Abs. 3) sowie der Fristbeginn am Tag nach der Auszahlung verwechselt.
  • Geschäftsführerhaftung § 43 Abs. 3 GmbHG vergessen — nur der Gesellschafter wird in Anspruch genommen, die persönliche Haftung des Geschäftsführers bleibt ungeprüft.
  • Kapitalerhaltung mit Insolvenzantragspflicht vermischt — bilanzieller und insolvenzrechtlicher Schutz werden nicht getrennt geprüft.

Ausgabeformat

KAPITALERHALTUNGS-PRÜFUNG — <Mandat> — <Datum>

I.    Anwendungsbereich § 30 GmbHG
      Leistung an Gesellschafter (causa societatis)?   [✅ / ❌]
      Art / Höhe der Leistung                          <…>
II.   Unterbilanz (bilanziell)
      Reinvermögen vor / nach Leistung                 <…> / <…>
      Stammkapital                                     <…> (≥ 25.000 EUR, § 5 GmbHG)
      Unterbilanz?                                     [✅ / ❌ — verbotene Auszahlung in Höhe <…>]
III.  Sonderfälle
      Cash-Pooling / Upstream                          [betroffen / nicht]
      Vollwertigkeit Rückgewähr-/Gegenanspruch         [✅ / ❌ — § 30 Abs. 1 S. 2 GmbHG]
IV.   Rückgewähranspruch § 31 GmbHG
      Schuldner / Höhe                                 <…>
      Verjährung                                       [10 J. Abs. 1 / 5 J. Abs. 3]
V.    Geschäftsführerhaftung § 43 Abs. 3 GmbHG         [🟢 / 🟡 / 🔴]
VI.   Abgrenzung Insolvenzantragspflicht § 15a InsO    [kein Anhalt / prüfen → Übergabe]

Empfehlung: <…>

Bundled files

The model reads these on demand while the skill is loaded. They are exposed as readable files and are never executed.

Frequently asked questions

What does the Kapitalerhaltung AI skill do?

Prüfung der GmbH-Kapitalerhaltung – Verbot der Auszahlung des zur Erhaltung des Stammkapitals erforderlichen Vermögens § 30 GmbHG, Rückgewähranspruch § 31 GmbHG, Unterbilanz und bilanzielle Betrachtung, Cash-Pooling und Upstream-Sicherheiten, Geschäftsführerhaftung § 43 Abs. 3 GmbHG, Abgrenzung zur Insolvenzverschleppung. Use when geprüft werden soll, ob eine Leistung der GmbH an einen Gesellschafter gegen die Kapitalerhaltung verstößt.

Why use Kapitalerhaltung on TypingMind?

Because you install it once and use it with any model. Kapitalerhaltung is plain Markdown rather than provider-specific code, so the same skill runs on GPT-5, Claude, Gemini, Grok, or a local model — and you can switch model mid-chat without it breaking. TypingMind runs on your own API keys, so you pay providers directly instead of a per-seat subscription, and your skills and chats stay in your own storage.

How do I install Kapitalerhaltung in TypingMind?

Open Plugins → Skills → Install from GitHub in TypingMind and paste https://github.com/borghei/AI-Skills-German-Law/tree/main/gesellschaftsrecht/skills/kapitalerhaltung. TypingMind reads its SKILL.md and bundles its files and installs it as a skill you can enable per chat.

Which AI models can use Kapitalerhaltung?

Any model you connect in TypingMind. AI skills are plain Markdown instructions rather than provider-specific code, so GPT, Claude, Gemini, Grok, and local models can all load this skill when a request matches it.

How many AI models can I use with Kapitalerhaltung?

As many as you like. As long as a model supports skills, you can use Kapitalerhaltung with it — GPT, Claude, Gemini, Grok, DeepSeek, Mistral, Llama and more — all on TypingMind with your own API keys.

Is the Kapitalerhaltung AI skill free?

It is published on GitHub by borghei. Check the repository for licensing terms. You only pay your own AI provider for the tokens you use.

What are AI skills?

An AI skill is a reusable instruction bundle that teaches an AI model how to do one specific task. It follows the open Agent Skills format: a SKILL.md file with a name and description, plus any scripts, templates or reference files the model may need. The model reads the instructions only when your request matches the skill, so an installed skill costs nothing until it is used.

How are AI skills different from plugins or MCP servers?

A plugin or MCP server gives a model new tools to call — code that runs somewhere and returns a result. An AI skill gives the model knowledge and process instead: how to approach a task, which steps to follow, what good output looks like. Skills are plain Markdown, so they need no server, no API key and no runtime, and they work with any model.

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